Die Aufgaben einer Wasserversorgung stehen auf 4 Säulen:

I.   Rohwassergewinnung
II.  Trinkwasseraufbereitung
III. Trinkwasserspeicherung
IV. Trinkwasserverteilung

Um diese Aufgaben immer zuverlässig erfüllen zu können, sind
know-how, Erfahrung, tatkräftige Mitarbeiter/innen und entsprechende
Anlagen notwendig.

Die zentralen Anlagen im Versorgungsgebiet des Zweckverbandes für
Wasserversorgung Pfälzische Mittelrheingruppe Schifferstadt sind
10 Brunnenanlagen, vier Wasserwerke, drei Wassertürme sowie das Rohrleitungsnetz.

Das Wasserwerk Mutterstadt versorgt den Wasserturm Mutterstadt.
Die Wasserwerke Waldsee und Schifferstadt versorgen den
Wasserturm Schifferstadt. Das Wasserwerk im Ortsteil Böhl der Gemeinde Böhl-Iggelheim versorgt den Wasserturm in Böhl.

In den Wasserwerken kommt das aus den Brunnen geförderte
Rohwasser an, wird aufbereitet und in Trinkwasserspeichern
bevorratet bzw. an den jeweiligen Wasserturm weitergeleitet.

Die Wassertürme sind zentrale Elemente in unserem
Versorgungssystem.
Jeder Wasserturm übernimmt vier Aufgaben:
1. Trinkwasserspeicher
2. Feuerlöschreserve
3. Druckausgleich
4. Steuern der Pumpen im Wasserwerk


Unser Steuerungsprinzip von der Rohwasserförderung bis zur
Wasserverteilung folgt einem einfachen Prinzip, das schon
seit Jahrzehnten zuverlässig funktioniert:

Das aus den Brunnen geförderte Rohwasser wird zunächst in
den Wasserwerken aufbereitet und gelangt anschließend als
Trinkwasser in einen Behälter, den Trinkwasserspeicher.
Von dort nimmt es mit Hilfe der in den Werken installierten
Trinkwasserpumpen seinen Weg über das Versorgungsnetz
in einen der beiden Wassertürme. Auch dort gibt es jeweils
einen Trinkwasserspeicher.

Die Trinkwasserspeicher dienen der Bevorratung und Pufferung von
Verbrauchsspitzen und Betriebsstörungen, sowie zusätzlich der
Bereithaltung einer Löschwasserreserve. Der definierte Mindest-
pegelstand im Trinkwasserspeicher dient der Anlagensteuerung
sowie der Aufrechterhaltung eines konstanten Wasserdruckes im
Versorgungsgebiet.

Wenn dieser Mindestpegelstand in einem Wasserturm erreicht wird,
weil entsprechend viel Wasser vom Verteilungsnetz, also letztendlich
den Verbrauchern, abgerufen wird, dann geht ein Signal an die
Pumpen im Wasserwerk. Diese schicken jetzt Trinkwasser aus dem
Speicher im Wasserwerk in den Wasserturm, bis der Speicher dort
wieder aufgefüllt ist. Von dort fließt das Trinkwasser in das
Verteilernetz des Versorgungsgebietes.

Parallel wird aus dem Trinkwasserspeicher des Wasserwerkes
auch ein Teil des Versorgungsgebietes direkt beliefert.

Wenn nun im Trinkwasserbehälter bei den Wasserwerken der
Mindestpegelstand erreicht wird, dann geht ein Signal an die
Pumpen der zum Wasserwerk gehörenden Brunnenanlagen. Die
Pumpen dort fördern auf dieses Signal hin Rohwasser. Dies wird
zum Wasserwerk gepumpt, durchläuft dort die Aufbereitungsstufen
und füllt schließlich den Trinkwasserspeicher wieder auf.

Soweit der Steuer- und Regelkreis unseres Versorgungssystemes.

Zwei Steuer- und Regelkreisläufe sichern Ihr Trinkwasser

Wir haben in unserem Versorgungsgebiet zwei Steuer- und Regel-
kreisläufe, die sich jedoch überlappen, um nicht nur in absoluten
Spitzenabnahmezeiten, sondern auch bei Betriebsstörungen in
einem Werk die reibungslose Versorgung zu gewährleisten.

Steuer- und Regelkreislauf 1:

Zum Wasserwerk Waldsee gehören zwei Tiefbrunnen, zum
Wasserwerk in Schifferstadt drei.

Beide Wasserwerke werden vom Wasserspiegel im
Wasserturm Schifferstadt gesteuert.

Dabei trägt das Wasserwerk Waldsee die Hauptlast.
Erst wenn das Wasser von dort nicht mehr ausreicht,
dann wird das Wasserwerk Schifferstadt zugeschaltet.

Der Wasserturm in Schifferstadt regelt also die Aktivitäten in zwei
Wasserwerken über das Prinzip der Pegelstände: Wenn das Wasser
in seinem Behälter unter den Mindestpegelstand fällt, dann gibt er ein
Signal ins Wasserwerk Waldsee, das wiederum ein Signal an seine
angeschlossenen Brunnenpumpen gibt. Wenn sich der Behälter im
Wasserturm Schifferstadt nicht schnell genug wieder füllt, weil auf
dem Weg von Waldsee nach Schifferstadt und/oder aus dem Wasser-
turm Schifferstadt entsprechend viel Trinkwasser entnommen wird,
dann gibt der Wasserturm ein Signal zum Wasserwerk Schifferstadt.
Dieses setzt dann denselben Regelmechanismus in Gang. Sobald
der Wasserspeicher im Wasserturm wieder gut gefüllt ist, geht ein
STOPP-Signal ans Wasserwerk Schifferstadt.
Anschließend auch zum Wasserwerk Waldsee, wenn auch von dort
kein frisches Trinkwasser mehr benötigt wird.


Steuer- und Regelkreislauf 2:

Das Wasserwerk Mutterstadt wird aus drei Brunnen beliefert.

Es leitet das aufbereitete Trinkwasser weiter an den Wasserturm
in Mutterstadt.

Von dort und parallel vom Wasserwerk Mutterstadt selbst gelangt
das Wasser in das zugehörige Verteilernetz.

Das hört sich jetzt vielleicht so an, als würde Trinkwasser lange
in einem Speicher stehen. Dies darf aus hygienischen Gründen
nicht sein und wird durch konstruktive Maßnahmen in den
Speicheranlagen verhindert: Zu- und Abläufe in den Speichern
sind so angeordnet, dass ein permanenter Wasseraustausch
stattfindet. Das Trinkwasser kommt also immer frisch
aus Ihrer Leitung!



























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